Typische Fehler, reale Risiken und nachhaltige Lösungen für den sicheren Transport
Im Straßenverkehr begegnet man tagtäglich Fahrzeugen mit unzureichend gesicherter oder gar falsch gesicherter Ladung, insbesondere palettierter Güter und rollfähiger Transportgut-Arten. Diese mangelhafte oder fehlerhafte Transportsicherung führt nachweislich zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen, Transportschäden und erheblichen rechtlichen sowie wirtschaftlichen Konsequenzen. Viele dieser Probleme ließen sich durch bewusste Maßnahmen und den gezielten Einsatz geeigneter Ladungssicherungssysteme ohne großen Aufwand vermeiden.
Was versteht man unter falscher Ladungssicherung?
Unter falscher Ladungssicherung versteht man eine Sicherung der Ladeeinheiten, die nicht den Vorgaben der geltenden Vorschriften entspricht und somit den Belastungen im Straßenverkehr nicht standhält. Diese Belastungen umfassen vor allem:
- Brems- und Beschleunigungskräfte,
- seitliche Schwenkbewegungen bei Kurvenfahrten,
- und Stöße oder Vibrationen auf unebenen Straßen.
Eine falsche oder mangelhafte Sicherung kann vielfältige Ursachen haben, darunter:
- Fehlende oder falsch angebrachte Zurrgurte und Spanngurte,
- Nicht genutzte oder ungeeignete Antirutschmatten,
- Fehlende gesetzlich vorgeschriebene Unterlegkeile bei rollfähiger Ladung,
- Defekte oder nicht passende Sicherungsmittel wie beschädigte Gurte oder gebrochene Haken.
Das Ergebnis sind oftmals unkontrollierte Bewegungen, Verrutschen, Umkippen oder das Auseinanderfallen der Ladung, was nicht nur die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gefährdet, sondern auch zu erheblichen finanziellen Schäden bei Verladern und Spediteuren führt.
Die fünf häufigsten Fehler in der Praxis (und wie man sie vermeidet)
- Unsachgemäße oder fehlende Verwendung von Zurrmitteln
Häufige Mängel sind lose angebrachte oder fehlende Spanngurte, Zurrgurte oder Netze. Der Einsatz von zertifizierten Zurrmitteln und deren regelmäßige Überprüfung sind essenziell für die Sicherstellung der erforderlichen Vorspannkraft. - Fehlender Formschluss und Kraftschluss zwischen Ladung und Fahrzeug
Eine korrekte Ladungssicherung beruht auf einem engen Formschluss (kontaktfreie Ladeeinheiten ohne Lücken) und Kraftschluss (stabile Vorspannung und Reibung). Werden Ladelücken nicht ordnungsgemäß geschlossen oder die Ware nicht form- und kraftschlüssig gesichert, droht ein Verrutschen. - Mangelnder Rutschschutz durch fehlende Antirutschmatten
Ohne geeignete Antirutschmatten auf der Ladefläche können Paletten und andere Ladungsträger bei Brems- oder Ausweichmanövern leicht verrutschen. Die Verwendung solcher rutschhemmenden Zwischenlagen erhöht die Reibung und Stabilität erheblich. - Nichtverwendung von Unterlegkeilen bei rollfähiger Ladung
Rollfähige Güter wie Rollwagen, Rollbehälter, Rohre und Coils oder rollfähige Maschinen müssen zwingend mit passenden Unterlegkeilen oder Bremskeilen gesichert werden, besonders auf schrägen Ladeflächen oder während des Be- und Entladens. Dies ist eine gesetzliche Vorgabe und wird bei Verkehrskontrollen streng geprüft. - Einsatz beschädigter, unpassender oder veralteter Sicherungsmittel
Beschädigte Zurrgurte, abgenutzte oder kaputte Haken und veraltete Hilfsmittel reduzieren die Wirksamkeit der Transportsicherung und können bei Belastung komplett versagen.

Rechtliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Folgen
Die Verantwortung für die korrekte Sicherung der Ladung liegt bei mehreren Akteuren: dem Fahrer, dem Verlader und dem Fahrzeughalter. Die rechtlichen Grundlagen sind in den §§ 22, 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie den technischen Richtlinien der VDI 2700 ff. festgelegt. Verstöße gegen diese Vorgaben haben weitreichende Konsequenzen:
- Bußgelder und Punkte im Verkehrszentralregister,
- Stilllegung des Fahrzeugs bei Kontrollen,
- Schadenersatzforderungen nach Unfällen,
- Verlust des Versicherungsschutzes bei grober Fahrlässigkeit,
- Wirtschaftliche Schäden durch beschädigte Waren, Verzögerungen und Rufschädigung.
Diese Folgen verdeutlichen, wie wichtig eine sorgfältige und normgerechte Ladungssicherung ist.
Praxisempfehlungen für eine sichere Ladungssicherung
Um typische Fehler zu vermeiden und die Sicherheit zu erhöhen, sollten Unternehmen folgende Strategien verfolgen:
- Investieren Sie in hochwertige, zertifizierte Zurrgurte und prüfen Sie diese vor jedem Transport auf Schäden.
- Verwenden Sie Fahrzeuge mit geeigneten Zurrpunkten und statten Sie diese mit rutschhemmenden Antirutschmatten aus.
- Setzen Sie verpflichtend Unterlegkeile bei rollfähiger Ladung ein, besonders bei Ladeflächen mit Gefälle oder während des Be- und Entladens.
- Etablieren Sie feste Abläufe mit Checklisten, regelmäßigen Sichtkontrollen und dokumentieren Sie den Zustand der Sicherungsmittel sowie die korrekte Anwendung.
- Schulen Sie alle Beteiligten regelmäßig, um das Bewusstsein für die Risiken und die Anforderungen der Ladungssicherung zu erhöhen.
- Nutzen Sie moderne Ladungssicherungssysteme und smarte Technologien, die eine automatische Kontrolle und Stabilität gewährleisten können.

Fazit
Die falsche Ladungssicherung stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar und führt zu Unfällen, Transportschäden und rechtlichen Folgen. Häufige Mängel sind unsachgemäßer Einsatz von Zurrgurten, fehlender Form- und Kraftschluss, unzureichender Rutschschutz und das Fehlen von Unterlegkeilen bei rollfähiger Ladung.
Systematische Maßnahmen wie der Einsatz von zertifizierten Sicherungsmitteln, regelmäßige Prüfungen, strukturierte Checklisten und Schulungen erhöhen die Sicherheit deutlich. Die Einhaltung von Vorschriften nach §§ 22, 23 StVO und VDI 2700 schützt vor Bußgeldern, Haftungsrisiken und wirtschaftlichen Schäden.
Die Verantwortung liegt bei allen Beteiligten. Nur durch koordinierte Technik, Wissen und Organisation lässt sich die Verkehrssicherheit verbessern und der wirtschaftliche Erfolg im Transport sichern.
FAIRFIX steht Ihnen als Ihr Experte für Transportsysteme und Ladungssicherung zur Seite – für einen sicheren und effizienten Transport.
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