FAIRFIX erklärt – Begriffe aus Logistik & Verpackung kurz und verständlich

22. Juli 2026 von FAIRFIX

Teil 5: Mehrwegverpackung, Einwegverpackung und Umlaufquote

Verpackungen erfüllen weit mehr als nur den Zweck, Waren zu schützen. Sie beeinflussen Transportkosten, Logistikprozesse und die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Besonders häufig fallen dabei die Begriffe Mehrwegverpackung, Einwegverpackung und Umlaufquote. Doch was bedeuten sie genau?

Mehrwegverpackung

Mehrwegverpackungen sind für den wiederholten Einsatz konzipiert. Nach dem Transport werden sie zurückgeführt, geprüft und erneut verwendet. Typische Beispiele sind Mehrwegpaletten, Transportbehälter oder spezielle Ladungsträger im innerbetrieblichen Materialfluss.

Mehrwegsysteme können wirtschaftlich sein, wenn regelmäßige Transportwege zwischen denselben Standorten bestehen und eine zuverlässige Rückführung der Verpackungen gewährleistet ist. Allerdings verursachen Rücktransporte, Lagerung und Verwaltung zusätzlichen organisatorischen Aufwand. Deshalb ist eine Mehrwegverpackung nicht automatisch die beste Lösung für jede Transportaufgabe.

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Kraftschluss Definition Kraftschluss

Einwegverpackung

Einwegverpackungen werden für einen einmaligen Transport hergestellt und verbleiben anschließend beim Empfänger oder werden dem Recycling zugeführt. Sie eignen sich besonders für Exportlieferungen, weltweite Transporte oder Sendungen an wechselnde Kunden. Da keine Rückführung organisiert werden muss, lassen sich viele Logistikprozesse vereinfachen und Transportkosten reduzieren.

Hochwertige Einwegverpackungen aus Holz bieten dabei eine hohe Stabilität und erfüllen gleichzeitig internationale Anforderungen, beispielsweise durch den Einsatz IPPC-zertifizierter Materialien für den Export.

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Umlaufquote

Die Umlaufquote gibt an, wie häufig eine Mehrwegverpackung tatsächlich wiederverwendet wird. Sie ist ein wichtiger Kennwert für die Wirtschaftlichkeit eines Mehrwegsystems.

Je häufiger eine Verpackung im Umlauf ist, desto besser verteilen sich die Anschaffungskosten auf die einzelnen Transporte. Gehen Verpackungen verloren oder werden nur selten zurückgeführt, sinkt die Umlaufquote und damit häufig auch die Wirtschaftlichkeit des Systems. Deshalb sollte bereits bei der Planung geprüft werden, ob ein Mehrweg Konzept organisatorisch sinnvoll umgesetzt werden kann.

Warum diese Begriffe wichtig sind

Ob Einweg- oder Mehrwegverpackung die bessere Wahl ist, hängt immer vom jeweiligen Einsatzbereich ab. Transportweg, Rückführung, Kosten, Export-Anforderungen und organisatorischer Aufwand spielen dabei gleichermaßen eine Rolle. Eine pauschale Lösung gibt es nicht.

Entscheidend ist, das Verpackungssystem an die eigenen logistischen Abläufe anzupassen. Im nächsten Teil unserer Serie „FAIRFIX erklärt“ erläutern wir die Begriffe Verpackungslast, Nutzvolumen und Laderaumoptimierung und zeigen, wie sich Transportkapazitäten noch effizienter nutzen lassen.